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Prof. Dr.-Ing. Reiner Anderl

Technische Universität Darmstadt

Lebenslauf

Prof. Reiner Anderl, Jahrgang 1955, wurde 1984 an der Universität (TH) Karlsruhe promo-viert, war in der mittelständigen Industrie (Anlagenbau) tätig und habilitierte an der Univer-sität Karlsruhe 1991. Seit 1993 ist er Professor für Datenverarbeitung in der Konstruktion (DiK) im Fachbereich Maschinenbau der Technischen Universität Darmstadt. Von 1999-2001 war er Dekan des Fachbereichs Maschinenbau und von 2001-2003 Prodekan. Prof. Anderl ist neben seiner Professur in mehreren Funktionen tätig. So leitet er als Beauftrag-ter des Präsidenten die hochschuldidaktische Arbeitsstelle der TU Darmstadt und das TUD-Projekt PACE (Partners for the Advancement of Collaborative Engineering Educati-on), im Rahmen eines internationalen Netzwerkes bestehend aus 41 ausgewählten Uni-versitäten. Von 2001 bis Ende 2004 war er Sprecher des Sonderforschungsbereichs 392 „Entwicklung umweltgerechter Produkte“. Im Mai 2005 wurde er zum Adjunct Professor der Universität Virginia Tech (USA) ernannt und im Oktober 2006 erhielt er eine Gastprofessur an der Universidade Metodista (UNIMEP) de Piracicaba (Brasilien). Seit Januar 2005 ist er Vizepräsident der Technischen Universität Darmstadt und seit November 2006 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.

Wissenschaftliches Profil

Erforschung, Entwicklung und Etablierung des Wissenschaftsgebiets der Produktdaten-technologie, einem interdisziplinären Wissenschaftsgebiet zwischen Informatik und Inge-nieurwissenschaften. Die Produktdatentechnologie umfasst dabei die Forschung und Lehre zur Integration von Datenverarbeitungssystemen im Produktentstehungsprozess basierend auf einem einheitlichen, kohärenten Produktdatenmodell, in dem alle Produktdaten, mit Bezug zu den Produktentstehungsphasen und des Produktlebenszyklus, abgebildet werden.

Weitere wichtige wissenschaftliche Beiträge wurden für das Gebiet der parametrischen Modellierung mit 3D-CAD Systemen geleistet, die heute zu den Grundlagen für das wissensbasierte Konstruieren zählen.

Ein spannendes aktuelles Forschungsgebiet ist die so genannte kooperative Produktentwicklung. Sie hat zum Ziel, rechnerunterstützt über mehrere Standorte (auch Zeitzonen) hinweg, eine Produktentwicklung im Team zu betreiben. Es zeigt sich, dass dabei sprachliche und kulturelle Einflüsse von großer Bedeutung sind.