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Workshop Cluster 3: "Chancen von Prognosemärkten für die Finanzdienstleistungsbranche"

Dr. Stefan Luckner, Institut für Informationswirtschaft und -management, Universität Karlsruhe (TH)
Prognosemärkte - Funktionsweise, Gestaltungsmöglichkeiten und Anwendungsgebiete

Gerade für Finanzdienstleister stellen die Prognosen zukünftiger Ereignisse und Marktentwicklungen sowie die hierfür erforderliche Informationsgewinnung eine zentrale Herausforderung dar. Derzeit werden Prognosen meist auf Basis von Vergangenheitsdaten oder durch Befragung von Experten, Wählern oder Konsumenten durchgeführt. Diese Methoden der Markt- und Meinungsforschung sind jedoch für gewöhnlich mit relativ hohen Kosten verbunden und die Prognoseergebnisse oftmals nicht zufrieden stellend. Seit einigen Jahren finden deshalb Prognosemärkte zunehmend Beachtung als ein alternatives Prognoseinstrument. Die zugrunde liegende Idee wurde im Bereich der Wahlforschung erstmalig zur Vorhersage des Ausgangs der US-Präsidentschaftswahl 1988 eingesetzt. Im Vortrag wird die grundlegende Funktionsweise von Prognosemärkten erläutert. Anhand mehrerer erfolgreicher Praxisbeispiele werden bisherige Erfolge bei der Anwendung von Prognosemärkten aufgezeigt. Im Vordergrund stehen dabei insbesondere Anwendungen im Finanzdienstleistungsbereich, bspw. zur Risikoabschätzung bei Versicherungsunternehmen. Weiterhin werden aktuelle Forschungsarbeiten zu ausgewählten Gestaltungsparametern von Prognosemärkten diskutiert.


Prof. Dr. Bernd Skiera, E-Finance Lab und Lehrstuhl für Electronic Commerce, Goethe-Universität Frankfurt
Ideenbörsen

Innovative Produkte und Dienstleistungen können zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen in der Finanzdienstleistungsbranche führen. Hierbei sind im Neuproduktentwicklungsprozess die Generierung und Bewertung von Ideen die entscheidenden Problemstellungen. Auf diese beiden Aufgaben haben drei Faktoren einen entscheidenden, positiven Einfluss: 1) viele Ideen und Ideengeber, 2) Gruppen- statt Einzelentscheidungen und 3) ein Zusammenspiel von Ideengenerierung und -bewertung. Ideenbörsen, die auf der Darstellung von Ideen als virtuelle Aktien und deren Handel basieren, vereinigen diese drei Faktoren. Im Vortrag wird zunächst die grundsätzliche Idee und der Aufbau von Ideenbörsen vorgestellt. Es werden die Ergebnisse einer empirischen Studie bei einem großem High-Tech Unternehmen mit über 500 Teilnehmern aus 17 Ländern aufgezeigt und mit den Einschätzungen des Top-Managements verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass Ideenbörsen ein vielversprechendes Instrument im Neuproduktentwicklungsprozess sind und ein weites Anwendungsspektrum für die Entwicklung von innovativen Finanzdienstleistungen bieten.


Jochen Rohrbach, DZ Bank AG
Fußball-Tippspiele als Mittel zur Integration und Motivation von Mitarbeitern

Die DZ BANK nutzt seit der WM 2006 ein kombiniertes Turnier- und Liga-Tippspiel in der geschlossenen Nutzergruppe "VR-BankenPortal". Ziel ist es, die Mediennutzung durch die Mitarbeiter der Volksbanken und Raiffeisenbanken zu intensivieren und die Unternehmen der DZ BANK Gruppe stärker in das Portal zu integrieren. Im Vortrag wird der mit diesem Tippspiel verbundene Erfolg beschrieben und die davon ausgehende zunehmende Motivation und Integration erörtert.