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Macht Outsourcing im Transaction Banking Sinn?

[Klaus-Peter Frohmueller und Frank Annuscheit (CIO), Commerzbank]

Macht Outsourcing im Transaction Banking Sinn? Die vier prominentesten Argumente für ein Outsourcing lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Die Fertigungstiefe im Bankensektor sei zu groß.
  2. Im skalen-getriebenen Transaction Banking sei das Transaktionsvolumen der Eigenfertiger zu klein für wettbewerbsfähige Kosten.
  3. Der Insourcer sei grundsätzlich besser, weil er sich auf die Leistungserstellung konzentrieren könne.
  4. Die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Banken in Europa, gemessen an der Aufwandsrentabilität, wird als Grund für die Dringlichkeit und Unausweichlichkeit des Outsourcing der Transaktionsbank-Aktivitäten angeführt.

Gegenstand des Vortrages ist die kritische Diskussion, ob diese Argumentation tatsächlich trägt. So ist zu hinterfragen, ob

  1. gängige Vergleiche etwa mit der Automobilindustrie sinnvoll sind
  2. Skaleneffekte tatsächlich unerschöpflich wachsen
  3. Spezialisierung des Dienstleisters tatsächlich Kompetenz impliziert
  4. Aufwands-Ertrags-Vergleiche tatsächlich als Produktivitätsmaßstab taugen.

Eine wichtige Erkenntnis ist, dass Produktivität und Qualität nicht das Ergebnis eines Patentrezeptes wie etwa Outsourcing sind, sondern sich aus einem Portfolio von im Vortrag vorgestellten Faktoren entwickelt.