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Auf dem Weg zur Schaffung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums - Die Implementierung der SEPA-Instrumente

[Dr. Ibrahim Karasu, Mitglied der Geschäftsführung, Bundesverband deutscher Banken (BdB)]

Seit seiner Gründung im Juni 2002 arbeitet das European Payments Council (EPC), das Zahlungsverkehrsgremium der europäischen Kreditwirtschaft, an der Schaffung der Grundlagen für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area, SEPA) und insbesondere an der Entwicklung neuer, pan-europäischer Zahlungsverkehrsinstrumente.

Im Dezember 2005 wird die europäische Kreditwirtschaft, nach einer intensiven Konsultationsphase im Rahmen der Kreditwirtschaft, die Verfahrensbeschreibungen für die pan-europäischen Zahlungsverkehrsinstrumente Lastschrift und Überweisung sowie ein Rahmenkonzept für die SEPA-Debitkarte verabschieden. Mit Beginn des Jahres 2006 werden diese Verfahren von den europäischen Kreditinstituten implementiert und auf der Basis der operativen Verfahrensbeschreibungen entsprechende pan-europäische Zahlungsverkehrsprodukte entwickelt.

Ziel ist es, diese neuen SEPA-Produkte den Bankkunden ab 2008 als zusätzliche Produkte zur Verfügung zu stellen. Dann werden die Grundlagen für die Realisierung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrs gelegt sein und die Bankkunden können grenzüberschreitende Euro-Zahlungen genauso einfach, kosteneffizient und sicher tätigen wie bereits heute im Inland. Über die Migration, die Ablösung der bereits bestehenden nationalen Verfahren und Produkte durch die neuen SEPA-Instrumente, entscheidet letztendlich der Markt, d. h. die Nachfrage der Kunden nach diesen neuen Instrumenten wird über den Erfolg der SEPA entscheiden.

Der Vortrag fokussiert zum einen auf den aktuellen Fortschritt des europäischen SEPA-Projektes und zum anderen auf die Charakteristika der SEPA-Instrumente und die nationale Implementierung. Ergänzend wird über die rechtlichen Rahmenbedingungen berichtet, die die erfolgreiche Implementierung dieser Instrumente ermöglichen.