Contract Management von Leistungsbündeln
2008 February 1
This Jour fix takes place on Friday, 01.02.2008, starting at 09.30 a.m in room 220C of the university´s main building.
[Werner vom Eyser, Siemens Corporate Technology Group]
Abstract
Die Kombination von Sach- und Dienstleistungen als Leistungsbündel (Kleinaltenkamp 1992) stellt für Kunde und Anbieter eine komplexe Form von ökonomischer Austauschbeziehung dar und erfordert formelle und informelle Regeln (Governance-Mechanismen) der Zusammenarbeit (Gosh / John 1999). Verträge stellen dabei einen wesentlichen Mechanismus dar, im Rahmen der neuen Institutionenökonomik bilden sie die Instrumente und Mittel zur Organisation arbeitsteiliger Arbeitsbeziehungen (Picot / Reichwald / Wiegand 2003).
Bisherige wissenschaftliche Untersuchungen betrachten interorganisatorische Austauschbeziehungen insbesondere vor dem Hintergrund von Transaktionskosten. Neuere Entwicklungen wie Outsourcing können mit diesem Ansatz jedoch nur unzureichend als Problemstellung behandelt werden. So reicht das Postulat eines relationalen Vertrags nicht aus, sondern vielmehr sollten Hinweise auf die Gestaltung eines solchen Vertrags bzw. der Beziehung Ergebnis der Forschung sein (Schott 1997, S.16). Ähnlich argumentieren Argyres / Mayer (2004), „ … the processes by which parties actually design contracts and develop contract design capabilities have received relatively little attention“.
Forschungsziel ist deshalb die Untersuchung von effektiven Mechanismen zur Anbahnung, Gestaltung, Vereinbarung und Management von Verträgen im Kontext von Leistungsbündeln. Den theoretischen Bezugsrahmen bildet die neue Institutionenökonomik mit der Principal-Agent- und Property-Rights-Theorie.
Das Vorgehen ist qualitativ-empirisch mit dem Ziel der Hypothesenentwicklung. Hierfür wird der Forschungsansatz der Fallstudie (Yin 2003) als wirksames und effektives Instrument zur Untersuchung von aktuellen ökonomischen Fragestellungen (Gummesson 2000) gewählt. Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (2003) bildet die methodische Grundlage zur Analyse des erhobenen Materials.
Aus der Untersuchung sollen sowohl Handlungsempfehlungen für die Unternehmenspraxis als auch Erkenntnisse und weitere Forschungsimpulse für die neue Institutionenökonomik entstehen.
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